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The Incredible Machine und gute Cadbury Werbung

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Früher gab es ein Computerspiel, das meinen Namen trug: TIM. Das stand für The Incredible Machine und es ging darum eine völlig verrückte Maschine aus allen möglichen Teilen zu bauen. Das gibt es auch in echt. Leute bauen riesengroße Maschinen, in denen am Anfang ein kleiner Impuls (eine Murmel oder ein Dominostein) eine Kette von Ereignissen auslößt. Das ganze wird dann Rube Goldberg Maschine genannt. Das ganze wird dann ohne Unterbrechungen gefilmt und bei Youtube hochgeladen oder zum Musikvideo. Die britische Schokoladenmarke Cadbury hat aus der Idee einen sehr lustigen „Viral“-Clip gemacht:

(gefunden via Werbeblogger.de)

Hier das Musikvideo der Band OK Go zum Lied This Too Shall Pass:

Und hier eine weiter unglaubliche Rube Goldberg Machine, die mal eben ein ganzes Haus umspannt (Allerdings kein One-Shot-Video):


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NeoGuard 2010: Spielescanner fällt im Selbsttest durch

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Gerade bin ich auf Stern.de auf dieses Programm gestoßen: NeoGuard 2010.

Ein Student hat es mit eigenen Mitteln entwickelt und es soll Eltern helfen, zu verhindern, dass ihre Kinder verbotene oder für ihr Alter nicht angemessene Spiele auf dem Computer spielen.

In Zeiten in denen sich die Kinder normalerweise wesentlich besser mit dem Computer auskennen als ihre Eltern werden sich viele Eltern freuen. Doch ist so ein Tool auch aus erzieherischer Sicht sinnvoll? Ich bin kein Pädagoge, habe allerdings meine Zweifel. Wenn die Eltern ihrem Kind nicht vertrauen können ist schon einiges falsch gelaufen. Wenn man dieses Programm einsetzt und das Vertrauensverhältnis zu seinem Kind beibehalten will, dann sollte man es in Absprache mit dem Kind machen. Dann könnte das ganze sinnvoll sein. Könnte? Ja könnte, denn das Programm scheint nur mangelhaft zu funktionieren.

Bei Stern.de gibt es eine Art kostenlose SternTV-Testversion. Sie stellt fest wie viele Spiele ab welcher Altersgrenze auf dem Rechner installiert sind. Die „Vollversion“, die es hier für 25 Euro gibt, zeigt den Eltern auch gleich an, welche Spiele das sind und gibt die Möglichkeit die Spiele gleich zu löschen.

Das Problem: Ein kleiner Selbsttest führte zu mangelhaften Ergebnissen: Ich habe das Programm installiert, gestartet und angegeben mein Kind wäre 11 (da viele Spiele ja ab 12 freigegeben sind). Das Ergebnis:

Ein Spiel mit der Altersfreigabe ab 16 soll bei mir auf dem Rechner sein. Die Wahrheit ist, dass ich zurzeit folgende Spiele installiert habe:

– Left for dead 2 – USK 18
– Counter Strike Source – USK 16
– Warcraft 3 – USK 12
– Das Schwarze Auge Drakensang – USK 12
– Alien versus predator classic 2000 – USK 18
– Battlefield 2 – USK 16
– Starcraft – USK 12

Welches von diesen sieben Spielen der tolle Scanner jetzt gefunden hat, kann ich leider nicht sehen. Ich schätze Mal, dass er Counter Strike erkannt hat. Das heißt, wenn ich als besorgtes Elternteil die 25 Euro ausgegeben hätte, könnte mein elfjähriges Kind weiter Zombies und Aliens abschießen und Strategie- und Rollenspiele spielen, die nicht für sein Alter bestimmt sind.

Fazit: Wer Kinder hat kommt nicht rumherum mitzubekommen, was diese so machen. Warum nicht ein paar dem Alter angemessene Spiele kaufen und diese Mal zusammen spielen? Oder einfach draußen Fußball? Nur bei Räuber und Gendarm-Spielen ist Vorsicht geboten – hier wird zum Teil auf andere Menschen geschossen!

Edit: Nur zur Info: ich bin natürlich nicht wirklich elf, sondern 26 und ich habe die Macher des Programms gerade über ihre Website auf diesen Beitrag hingewiesen und Ihnen angeboten Stellung zu nehmen.

Was mich interessieren würde: Was haltet ihr von so einem Programm? Und macht doch auch mal den Selbsttest Stern-Version hier kostenlos (Edit: Der Downloadlink funktioniert nicht mehr, aber hier gibt es das Programm noch. Danke an Teukan.)
Welche Ergebnisse bekommt ihr?

Nachtrag:
Über „Stigma Videospiele“ habe ich gesehen, dass auch der Kölner Stadtanzeiger über den Scanner berichtet. Dort steht, dass ca. 90% der Spiele gefunden werden. Wenn aber eine ganz normal installierte deutsche Version vom jetzt ein paar monate altem Left 4 Dead 2 nicht gefunden wird, dann ist das schon bedenklich. Auch die Kommentare hier zeigen, dass die Quote eher bei 20-50% liegen dürfte.


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Flattr und Kachingle – Geld ausgeben und verdienen mit Micropaymentsystemen

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Der folgende Artikel beruht auf meinen Überlegungen und auf nur sehr kurzer Recherche. Wenn etwas nicht stimmt, lasst es mich bitte wissen. Ich bin halt kein Qualitätsjournalist 😉


Gerade erreichte mich via Twitter eine interessante Meldung:


Die taz setzt also auf flattr. Zuvor gab es bei taz.de seit kurzer Zeit unter jedem Artikel den Aufruf doch bitte Geld zu überweisen, wenn einem der Artikel gefallen hat. Ich behaupte einfach mal: Das hat sich niemals gelohnt. Wer liest denn einen Artikel, öffnet dann sein Online Banking (oder geht besser noch in die nächste Filiale), setzt eine Überweisung auf, sucht/generiert eine TAN und überweist dann, sagen wir mal 50 Cent an die taz?
Richtig – so gut wie niemand.

Doch jetzt setzt die taz auf flattr, eines der beiden mir bekannten (es gibt sicher noch mehr) Micropayment Systeme. Das andere ist Kachingle und wird unter anderem vom Blog oko-bloko meines Bruders genutzt.

Beide funktionieren ähnlich mit einem kleinem, aber wie ich finde feinem Unterschied. Bei beiden meldet sich der Kunde an und zahlt monatlich Geld ein. Wenn der Kunde nun auf etwas in Internet stößt, was ihn interessiert dann kann er diesem Inhalt Geld zukommen lassen (solange dieser am selben System teilnimmt). Bei beiden Systemen kann man per PayPal einzahlen, bei Flattr gibt es mehr Möglichkeiten, bei Kachingle sollen diese noch kommen.

Die Unterschiede:
– Kachingle (Link zum Dienst)
Bei Kachingle zahle ich fünf Dollar monatlich ein. Wenn ich jetzt eine Seite interessant finde, dann klicke ich für die ganze Seite auf einen dort eingebauten Button (zum Beispiel das Blog oko-bloko). Jetzt „helfe“ ich dieser Seite. Jedes Mal, wenn ich nun auf dieses Blog gehe wird mein Besuch (pro Tag) gezählt. Am Ende des Monats werden alle Besuche von allen Seiten die denen ich helfe zusammengezählt und dann mein Geld proportional an Anbieter der Seiten verteilt. Von diesen Auszahlungen gehen Gebühren für PayPal und die Kachingle-Macher ab, auf der Homepage steht diese Gebühren machen ungefähr 20% aus.
(Sollte Infos nicht stimmen – bitte kommentieren!)

– Flattr (Link zum Dienst)
Bei Flattr kann ich selbst entscheiden wie viel Geld ich jeden Monat zur Verfügung stellen will (mindestens zwei Dollar). Auch hier bauen Websitebetreiber Buttons in ihre Seiten ein (siehe unter diesem Artikel oder bei taz.de). Wenn ich nun einen Artikel bei der taz oder einen Beitrag hier im Blog gut finde, dann klicke ich auf den Button. Hier unterstütze ich also nicht eine ganze Seite oder ein Blog mit jedem Besuch. Stattdessen unterstütze ich einzelne Inhalte. Ich kann auch Fotos, Bilder, Lieder von Bands oder Videos unterstützen. Am Ende des Monats wird dann zusammengezählt wie viele Inhalte ich unterstütze habe und wird mein Geld proportional auf die Anbieter der Inhalte verteilt. Bei Flattr werden gleich beim Einzahlen 10% Gebühren einbehalten.
Ein Beispiel: Du findest im Mai einen Artikel in diesem Blog, zwei Lieder einer Band und sieben Artikel bei der taz gut. Das heißt du unterstützt 10 Inhalte. Jeder Inhalt kriegt also ein Zehntel deiner 2 Dollar, also 20 Cent. Die taz bekommt also $ 1,40. Ich 20 Cent und die Band 40.

Flattr befindet sich zur Zeit noch in einer Art Testphase. Man kann sich nicht direkt anmelden, sondern nur auf eine Liste setzten lassen. Ich hab die Einladung dann allerdings keine 24 Stunden später im Postfach gehabt.

Ich sehe den Vorteil bei flattr, dass hier Inhalte und nicht Seiten belohnt werden. Vielleicht finde ich das Blog XYZ nur mittelmäßig. Einen besonderen Artikel finde ich aber klasse. Bei Kachingle wird jeder meiner Besuche auf XYZ mitgezählt, bei flattr kann ich den einen Artikel unterstützen, meine weiten Besuche bringen dem Anbieter nichts.

Gerade wenn Blogbeiträge nicht viel anderes sind als Wiederholungen von anderen Seiten kann ich auf die ursprüngliche Seite gehen und dort den Urheber belohnen.

Außerdem kann ich auch Videos, Musikstücke oder Podcasts und Fotos unterstützen.

Wichtig für beide Systeme ist, dass sich möglichst viele Leute anmelden um einerseits Geld zum verteilen, andereseits auch unterstützbare Inhalte zu generieren. Also nichts wie hin! Einen weiteren, guten Vergleich beider Systeme findet ihr bei neunetz.com.

So, wem dieser Artikel jetzt gefallen hat, der klicke bitte hier:

Edit: Hier der Beitrag im taz Hausblog zum Thema.

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Münsters Lokalzeitungen und ihr Westline

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Update 21.07.2015: Inzwischen hat sich viel verändert in der Münsterschen Medienlandschaft und Westline gibt es immer noch. Allerdings ist die Reichweite in Zeiten wachsender Online-Reichweiten weiter gesunken. Inzwischen liegt Westline deutlich außerhalb der TOP50 Nachrichtenseiten auf Rang 443 (AGOF). Und das vor fünf Jahren vorhergesagte mittelfristige Ende scheint jetzt zumindest für das Nachrichtenportal Westline auch zu kommen: Westline kündigt in den Fußballforen einen großen optischen wie inhaltlichen Relaunch an. In Zukunft wird das Portal sich nur noch auf den Fußball in Westfalen konzentrieren. Diese Konzentration auf die Kernkompetenz erscheint sinnvoll und ich wünsche Westline und dem Team viel Erfolg!

 

Ursprünglicher Text 08.03.2010:

In Münster konkurrieren sie, die der Aschendorff Verlag (Westfälische Nachrichten) und das Medienhaus Lensing (Münstersche Zeitung, Ruhr Nachrichten, Grevener Zeitung u.a.). Im Internet haben WN und MZ seit einigen Jahren eigene Auftritte. Doch vor mehr als zehn Jahre, als das Internet wohl noch eher eine Randerscheinung als die „Zukunft des Journalismus“ war, da haben sie zusammengearbeitet. Zusammen mit dem Medienhaus Bauer (Recklinghäuser Zeitung u.a.) starteten sie „Westline„. Hier laufen seit dem hauptsächlich die Artikel der verschiedenen Zeitungen online zusammen. Es gibt auch eine eigene Redaktion, die erst kürzlich zusammengestrichen wurde. Meiner Einschätzung nach ist der Hauptusermagnet das Fußballforensystem. Die Foren über den BVB, S04, Bochum und auch den glorreichen SC Preußen Münster sind seit langem eine feste Größe. Lange Zeit mit einer altmodischen Software und mit „harter Hand“ von der Redaktion betrieben, wurde das Westline-Forum des SCP zwar in der Münsterschen Fanszene auch oft belächelt, boykottiert oder beschimpft, ist aber bis heute trotz (von mir mitgegründeter Konkurrenz) die klare Nummer Eins. Erst vor kurzer Zeit gab es einen Relaunch der Seite und damit auch der Forensoftware auf einen aktuellen Stand der Technik.

Doch das alles scheint nicht zu helfen. Wenn die Verlage eigene Seiten betreiben, teilweise mit eigenen Foren und diese immer mehr ausbauen – was soll dann noch Westline? Wie lange werden die Verlage das gemeinsame Spiel noch spielen? Es scheint als könne oder wolle man auf die Klicks von Westline noch nicht verzichten, doch auch das ändert sich.

Die IVW hat gerade die Top-50 der Nachrichtenwebsites (Meedia.de) bekannt gegeben. Aufmerksam wurde ich darauf übrigens durch den Twitter-Account der MZ, der freute sich über den Platz 31 für das Medienhaus Lensing. Interessant ist aber Platz 46: Westline mit 330.594 Klicks weniger als im Vormonat. Das ist bei 1.007.598 Klicks insgesamt ein Verlust von knapp einem Viertel der Reichweite. Die IVW-Seite Meedia-Seite dazu:

Auch große Verlierer gibt es auf den Rängen 26 bis 50. Die WirtschaftsWoche büßte 10,4% ihrer Januar-Visits ein, die Abendzeitung 10,6% und westline, Angebot verschiedener Tageszeitungen, sogar heftige 24,7%.

Nun kann es sicher auch am Relaunch liegen, die neue Software führt vielleicht zu weniger Klickorgien. Visits sind wohl kaum die Währung der Zukunft, was Reichweiten im Internet angeht. Trotzdem kann der Verlust doch nicht nur an der neuen Technik liegen. In den Verlagen wird dieser Einbruch sicher auch wahrgenommen.

Und wenn die Verlage ihre Zeitung auch im Internet als starke Marken positionieren wollen, dann wird ihnen Westline als dritter (nimmt man echo-muenster.de hinzu sogar als vierter) Player immer im Wege stehen. Für die Leser ist das positiv: Warum soll er zum Beispiel auf die Preußenseiten der MZ oder der WN gehen, wenn er doch bei Westline auf einer Seite alle Artikel zusammengeführt bekommt (Siehe Montage, zum Vergrößern anklicken)? Gleiches gilt für die Lokalnachrichten. Für die Zeitungen ist das gefährlich. Auf einem „neutralen“ Portal nimmt der Leser viel schwerer wahr, von welcher Zeitung der gelesene Artikel kommt. Qualitätsunterschiede zwischen den Konkurrenten werden verwässert, Unterschiede gehen unter. Ein echtes Profil können sich die Zeitungen und ihre Redakteure nur auf der eigenen Seite schaffen.

Diese Kombination aus Einbruch der Klickzahlen und konkurrierenden Betreibern der Seite könnte das mittelfristige Ende des Portals bedeuten.


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Komsa reagiert

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Inzwischen hat Komsa (nach dem Abmahn-GAU) auf der Unternehmensseite reagiert:


(Zum vergrößern auf das Bild klicken)

Das war auch dringend nötig, immerhin ergibt eine Googlesuche nach „Komsa“ zurzeit an erster Stelle ein News Ergebnis über das „Desaster“ und an fünfter Stelle den ursrpünglichen Blogeintrag von 100partnerprogramme.de
Die gelb hervorgehobene Stellenausschreibung scheint tatsächlich nötig zu sein…
(Sie stand da allerdings schon vor dem Fauxpas)

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Wenn man keine Ahnung hat…

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„…einfach mal Abmahnen“.

Nach diesem Motto handelte die Firma „komsa“ nachdem den dortigen Mitarbeitern auffiel, dass viele Internetseiten einfach das Logo der Firma missbrauchten und es prominent auf ihren Seiten platzierten. Statt sich mal zu wundern, was das soll oder gar zu überlegen was der Grund seien könnte ging die Sache gleich an die Rechtsabteilung. Und die freute sich schon und verschickte anscheinend etliche Abmahnungen (zum Teil noch mit falschen Adressaten).

Tja, hätten sie mal lieber die Variante „…einfach mal die Fresse halten!“ gewählt. Den Grund für den Logomissbrauch und die ganze Geschichte in ausführlich gibt es
hier nachzulesen.

Für die Leser ohne Zeit:

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Der firmeninterne Werbeblocker zeigt auf allen Websites statt Werbung das Firmenlogo an… Zu köstlich die Geschichte!